Zum Beginn des neuen Schuljahres beteiligte sich das Polizeipräsidium Oberpfalz vom 15. bis 18. September 2026 an den bayernweiten Aktionstagen zur Gurt- und Kindersicherungspflicht. Ziel der Kontrollen war es, Verkehrsteilnehmer für die lebensrettende Bedeutung des Anschnallens und der korrekten Kindersicherung zu sensibilisieren. Vor allem im Umfeld von Schulen und Kindergärten setzten die Einsatzkräfte neben konsequenten Überprüfungen auf persönliche Ansprache, Aufklärung und Prävention.
Insgesamt waren 527 Polizeikräfte in der Oberpfalz im Einsatz, die während der vier Tage 518 Beanstandungen registrierten. Neben 476 Verwarnungen wurden jeweils 21 Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet. Ein Schwerpunkt lag auf der Gurtpflicht: Die Beamten ahndeten 81 Verstöße gegen das Anschnallen, in weiteren 16 Fällen waren Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert. Zudem wurden Begleitverstöße wie Parkvergehen oder Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrern festgestellt.
Polizeivizepräsident Erwin Frankl betonte, dass Anschnallen Verantwortung und keine Option sei. Bei Kindern gebe es keinen Spielraum, sie müssten immer mit der passenden Rückhalteeinrichtung gesichert werden. Wie ernst die Lage ist, zeigt die Statistik: Im Jahr 2025 kamen in der Oberpfalz 38 Pkw-Insassen ums Leben, davon zwölf ungesichert; bis Ende Juli 2026 verunglückten bereits drei Personen ohne Gurt tödlich.
Die Kontrollmaßnahmen wurden von den Verkehrsteilnehmern durchweg positiv aufgenommen. In zahlreichen Gesprächen informierten die Beamten über Gefahrenstellen im Schulumfeld. Das Polizeipräsidium kündigte an, die Einhaltung der Sicherungspflicht auch künftig im Streifendienst konsequent zu überwachen, und appelliert an alle Fahrer, immer mit gutem Beispiel voranzugehen