Die Kriminalitätsbilanz der Polizeiinspektion Schwandorf, alleine für den Montag, liest sich wie ein Katalog digitaler Maschen: Gleich mehrere Bürgerinnen und Bürger wurden Opfer von teils dreisten Betrugsversuchen aus dem Bereich Cybercrime. Von unberechtigten Abbuchungen über dubiose Rechnungen bis hin zu versuchter Erpressung war alles dabei.
Das bunte Repertoire der Online-Abzocker:
Unautorisierte Abbuchungen & Forderungen: Eine 33-jährige Schwandorferin stellte fest, dass ihr von einem irischen sowie einem britischen Dienstleister knapp 90 beziehungsweise 99 Euro abgebucht worden waren. Eine 40-jährige Landsfrau erhielt eine unberechtigte Forderung über rund 350 Euro von einem skandinavischen Zahlungsdienstleister; eine 74-Jährige kämpft mit einer rund 150 Euro schweren Zahlungsaufforderung eines österreichischen Parkplatzbetreibers.
Fadenscheinige Abo-Fallen: Ein 39-Jähriger aus Wackersdorf sah sich mit einer Forderung über 239 Euro für eine angebliche Ernährungsberatung konfrontiert. Das dahinterstehende Unternehmen aus Hongkong schickte unter einer anderen Marke gleich noch eine Rechnung über 249 Euro an einen 50-jährigen Schwandorfer – diesmal für ein vorgebliches Dating-Abo.
Erpressung nach Chat-Bekanntschaft (Sexextortion): Besonders unangenehm endete der Online-Kontakt für einen 42-jährigen polnischen Staatsbürger. Er hatte über TikTok eine vermeintlich sehr interessierte Frau kennengelernt, der er im Laufe des Chats Nacktfotos schickte. Der plötzliche Liebesentzug folgte auf dem Fuß: Statt Zuneigung forderte ein Unbekannter prompt 10.000 Euro – zu zahlen in Form von Steam-Guthabenkarten. Der Betroffene bewahrte einen kühlen Kopf und ging zum Glück nicht auf die Erpressung ein.
Die Polizei warnt eindringlich vor unbekannten Online-Dienstleistern, verdächtigen Rechnungen und vor allem davor, intime Aufnahmen oder Nacktfotos an unbekannte Personen in sozialen Netzwerken zu schicken.