Angesichts schwankender Energiepreise suchen viele Haushalte nach Wegen, ihre Heizkosten zu senken. Johannes Schneider, Energieberater bei der Energieagentur Oberfranken e.V., gibt dazu praktische Tipps.
Schon im Keller lässt sich viel bewirken: Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie Absperrhähne geben ungenutzt Wärme ab. Mit günstigen Schaumstoffschalen oder Steinwolle aus dem Baumarkt lassen sie sich leicht selbst dämmen. In der Summe sorgen solche kleinen Schritte für spürbare Einsparungen.
Beim Lüften gilt: Kurzes Stoßlüften ist deutlich besser als Dauerkippen. Dauerhaft gekippte Fenster verschwenden nicht nur Wärme, sondern lassen auch die Wände auskühlen, was Schimmel begünstigt. Während des Lüftens sollten die Thermostate heruntergedreht werden. Wer mit Öl heizt, muss den Tank nicht zwingend vollmachen – oft reicht es, erst einmal nur die Menge für die anstehende Saison zu kaufen.
Wer langfristig investieren möchte, kann einen hydraulischen Abgleich vom Fachbetrieb durchführen lassen, damit alle Heizkörper gleichmäßig warm werden. Auch der Tausch alter Umwälzpumpen gegen moderne Hocheffizienzpumpen senkt den Stromverbrauch im Haushalt drastisch. Zusätzlich helfen Sparduschköpfe und neue Fensterdichtungen, den Energiebedarf weiter zu reduzieren.